Interessen der Mitarbeitenden

[GRI 103/401, 103/403, 103/404, 103/405]

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BSAG sind das Rückgrat des Öffentlichen Personennahverkehrs in Bremen. Als Arbeitgeber stehen wir in der Verantwortung, attraktive, sichere und zukunftsfähige berufliche Perspektiven für unsere bestehenden und künftigen Mitarbeitenden zu schaffen und zu erhalten. Diesem Ziel dienen vielfältige Maßnahmen des Centers Personal, die vom Recruiting und der Aus- und Weiterbildung über die Wahrung von Vielfalt und Chancengleichheit bis zum Gesundheitsschutz reichen.

Frauenförderung

[GRI 103/405, 103/406]

Die BSAG verfolgt seit Jahren erfolgreich einen stringenten Plan zur Erhöhung des Frauenanteils im Unternehmen. Unsere Zielsetzungen berücksichtigen dabei explizit die Vorgaben des ÖDLA, darunter die Beibehaltung einer Frauenquote von mindestens 30 Prozent, die Erhöhung des weiblichen Führungskräfteanteils sowie die Aufstellung und Umsetzung von Frauenförderplänen.

Durch eine regelmäßige Berichterstattung zum Stand der einzelnen Themen an den Vorstand (laufend) und den Aufsichtsrat (vier Mal jährlich) evaluieren wir den Erfolg unserer Maßnahmen. Darüber hinaus dokumentiert ein jährlicher Qualitätsbericht zu den ÖDLA-Vorgaben unsere Übereinstimmung mit ihnen. Bei Hinweisen auf Verstöße gegen unsere internen Regelungen bzw. die entsprechende Rahmengesetzgebung existieren interne Kommunikationswege und ein externer Ombudsmann. Im Berichtszeitraum sind uns keine Verstöße gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung bekannt.

Seit Ende 2017 gilt der zweite Frauenförderplan der BSAG bis zum Jahr 2022. Die Grundlagen dafür wurden bereits in unserer „Betriebsvereinbarung Nr. 27 zu einer frauen- und familienfreundlichen Personalpolitik“ gelegt, die seit dem 1. Januar 1995 in Kraft ist. Seit dem 1. April 2011 gilt zudem der Tarifvertrag Frauenförderung. Ein Ergebnis der im Frauenförderplan festgelegten Maßnahmen und Ziele ist der genannte hohe Frauenanteil im Unternehmen, ein anderes Ergebnis ist der Anteil weiblicher Führungskräfte (ohne Fach-Führungskräfte): Er lag Ende 2018 bei 24,3 Prozent. Vier von zwölf Mitgliedern der nächsten Führungsebene unter dem Vorstand sind Frauen.

Im Rahmen des Frauenförderplans wurde im Berichtsjahr der standardisierte Umgang der BSAG mit Frauen und Männern vor, in und nach der Elternzeit im beruflichen Kontext juristisch und personalrechtlich geprüft.

Im Hinblick auf die Entlohnung bzw. Vergütung gilt bei der BSAG der Grundsatz, dass gleiche Leistung auch gleich bezahlt wird. Dennoch befinden sich mehr Frauen in den unteren Lohngruppen E1 bis E4. Teil unserer Bemühungen zur Erhöhung des Frauenanteils in qualifizierten Berufen ist die gezielte Förderung von Frauen als Straßenbahnfahrerin sowie die 2018 in Kraft getretene Betriebsvereinbarung „Mobiles Arbeiten“ und andere Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mit der jährlichen Teilnahme am Girls’ Day (im Jahr 2018 am 26. April) bringen wir Mädchen von weiterführenden Schulen vermeintlich männliche technische Berufe näher.

 

Frauenanteil 2018
**Frauenanteil in den Entgeltgruppen der BSAG 2018

Familienfreundliches Unternehmen

Beruf und Familie „unter einen Hut zu bringen“, ist nicht immer einfach, gerade bei Berufen im Schichtdienst wie etwa als Bus- oder Straßenbahnfahrerin oder -fahrer. Dennoch bemühen wir uns immer wieder, den erforderlichen Spagat zu bewerkstelligen – und das mit Erfolg: Externe Auszeichnungen, wie das seit Jahren bestehende Audit „berufundfamilie“ der gemeinnützigen Hertie-Stiftung (bis 15. März 2018) sowie das Siegel „Ausgezeichnet Familienfreundlich“ vom Impulsgeber Zukunft e. V. (seit 1. April 2018) bestärken uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Im Berichtsjahr wurde die Betriebsvereinbarung zum Mobilen Arbeiten unterzeichnet und trat in Kraft, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Aufgrund von Verzögerungen in der Umsetzung konnten die meisten Mitarbeitenden ihre mobile Arbeit erst Anfang 2019 aufnehmen.

Für das Jahr 2019 wird eine Kinderbetreuung während der Sommerferien angeboten. Außerdem soll eine Vortragsreihe für pflegende Angehörige durchgeführt werden.

Förderung von Jungfahrenden

Im Berichtsjahr wurde ein neues Konzept zur Förderung der Jungfahrenden entwickelt. Es dient dazu, die Persönlichkeit zu stärken, sich mit der Fahrdiensttätigkeit zu identifizieren und damit eine höhere Arbeitszufriedenheit bei den jungen Fahrerinnen und Fahrern zu erwirken. Um aussagekräftige Erkenntnisse für die Neugestaltung des Konzeptes zu erhalten, wurden im Vorfeld mehrere Workshops durchgeführt und konkrete Handlungsfelder festgelegt. Zur fortlaufenden Überprüfung und Dokumentation der Aktivitäten wird künftig zweimal jährlich ein Managementreport erstellt.

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